Wohl jeder kennt dieses Gefühl, morgens in den Spiegel zu schauen und zu sich selbst zu sagen: Nicht schon wieder dieselbe Frisur. Ich jedenfalls bin so ein Typ Mensch, der nach einer gewissen Zeit eine Veränderung braucht.
Es gibt diese kleineren Veränderungen - man denkt sich einfach, ach ja, es ist mal wieder soweit, die Haare könnten mal wieder ein kleines Stückchen herunter geschnitten werden - aber dann ist ja zumeist nur von ein paar Zentimetern die Rede; da kann man von einer großartigen Veränderung im herkömmlichen Sinne ja gar nicht reden.
Was meine Person anbelangt, so befand ich, dass es einmal an der Zeit war, eine bedeutend größere frisurentechnische Veränderung vorzunehmen. Ich meinte damit eine Veränderung, welche deutlich über das Übliche hinausgeht.
Diese Veränderung war für mich so bedeutend, dass ich einige Nächte benötigte, darüber zu schlafen, ob ich es nun tun sollte oder aber lieber nicht. Nach wirklich reiflicher Überlegung entschloss ich mich dann, es doch einmal auf einen Versuch ankommen zu lassen.
Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich bis zum beschriebenen Veränderungspunkt meine Haare glatt, aber etwa schulterlang zu tragen pflegte. Hier mal einen kleinen Pferdeschwanz, dort mal Zöpfe - aber größtenteils eben offenes Haar.
Die von mir erwähnte radikale Typveränderung gliederte sich in zwei Unterpunkte:
- zum einen ließ ich mir die Haare stopplig kurz schneiden und
- zum anderen ließ ich darüber hinaus auch noch eine Coloration auftragen.
Eine leichte Tönung, die sich nach zwei bis drei Haarwäschen von selbst wieder auswaschen lässt - das hat wohl ein jeder von uns schon mindestens einmal ausprobiert. Und Kennern diverser Färbetechniken brauche ich den Unterschied zwischen einer Tönung und einer Coloration ja wohl auch nicht zu erklären - sie hält sich eben zwei- bis dreimal so lange im Haar wie die Tönung. Aber ich wählte ganz bewusst keine Tönung, sondern eine Coloration - "wenn schon, dann aber auch richtig", sagte ich mir.
So - da stand ich nun: Mit stopplig kurzem Haar und mit einer anderen, neuen Haarfarbe. Mal eben kurz das Bad aufzusuchen und die Farbe wieder auszuwaschen fiel ja flach, da ich mich wie gesagt für eine Coloration entschieden hatte.
Und nun kommt das Unglaubliche: So radikale neue Frisuren - das kostet doch Nerven, sollte man meinen. Es gibt ja Frauen, die schon anfangen zu weinen, wenn man ihnen nur einen oder zwei Zentimeter ihrer Haare entfernt. Zu diesen gehöre ich aber zum Glück nicht - und bereut habe ich meinen Entschluss nie, zu keinem Zeitpunkt! Der Friseur, bei dem ich es machen ließ, war ja, wie man so schön sagt, "der Friseur meines Vertrauens", also wusste ich, dass einfach nichts schiefgehen konnte, und über eines war ich mir immer im klaren: Haare wachsen ja wieder...
Des Pudels Kern: Frauen, die mit sich selbst ringen und überlegen, ihre Frisur so radikal zu verändern, wie ich es getan habe, kann ich nur einen guten Rat geben: Wenn ihr euch nicht sicher seid, überlegt es euch gut. Wenn ihr dann aber immer noch gewillt seid: TUT ES! TRAUT EUCH!
Themenrelevante Weblinks die ich gefunde habe:
http://romario.viennablog.at/2009/08/08/die-perfekte-frisur
http://frisurentrends.mindsay.com/meine_erfahrungen_mit_friseur_und_frisuren.mws
http://www.zobiezo.com/2009/08/erfahrungen-mit-friseur/
http://frisurentrends.over-blog.de/article-34694738.html